Pavane pour une infante défunte
Maurice Ravel • Opening Solo (Lent)
Der gefürchtete Prüfstein für Nervenstärke. Ein hauchzarter pp-Einsatz in hoher Lage ohne jedes Orchesterpolster – der kleinste Wackler führt zum Kiekser.
Pavane pour une infante défunte
Maurice Ravel • Opening Solo (Lent)
Akustischer Spiel-Praxistipp
Gefürchteter Kiekser! Hauchzarter Ansatz ohne Härte
Pavane pour une infante défunte · Takt-Index & Akustische Parameter
Referenzstandards internationaler Spitzenorchester (Berliner Philharmoniker, Gewandhaus): Taktnummern, Rohrlängen, Frequenzwerte (440/442Hz) und Kiekser-Schutzgriffe.
| Takt & Phrase | Notation & Ton (Hz) | Standard vs. Sicherheitsgriff | Jury-Schwerpunkt & Tipp |
|---|---|---|---|
| Takt 1 (4/4 · Horn in G (Original) / Horn in F) | G4 (Klingend D4, 293.7 Hz) | Bb-0Alt: F-0 | Gefürchteter Kiekser! Hauchzarter Ansatz ohne Härte |
| Takt 2 (4/4 · Horn in G (Original) / Horn in F) | A4 (Klingend E4, 329.6 Hz) | Bb-2Alt: F-2 | Schwebendes zartes Legato |
| Takt 2 (4/4 · Horn in G (Original) / Horn in F) | B4 (Klingend F#4, 370.0 Hz) | Bb-1Alt: F-1 | Seidenweiche Fortführung |
| Takt 3 (4/4 · Horn in G (Original) / Horn in F) | D5 (Klingend A4, 440.0 Hz) | Bb-1Alt: F-1 | Zarter Seufzer in der Höhe, Luft schwebend halten |
| Takt 4 (4/4 · Horn in G (Original) / Horn in F) | C5 (Klingend G4, 392.0 Hz) | Bb-0Alt: F-0 | Sanftes Absinken |
| Kiekser-Schutz (G4) | Klingend D4 | Bb-0 → Bb-1 | Bb-0 wird im Pianissimo leicht kraftlos. Bb-1 erzeugt sanften Staudruck, der die zarte Lippenschwingung stabilisiert.(Exponierter pp-Ansatz aus der Stille in Takt 1. Kein Spielraum für Unsicherheiten.) |
| Kiekser-Schutz (D5) | Klingend A4 | Bb-1 → Bb-12 | Bb-12 liegt akustisch 14 Cent tiefer und kompensiert perfekt das nervöse Zubeißen der Lippen.(Klagender Seufzer-Höhepunkt in Takt 3. Verhindert das nervöse Hinaufziehen der Intonation.) |
| Akustische Analyse | Takt 1 völlig exponierter pp dolce Einsatz auf g1Kein Orchesterteppich zur Deckung. Die stehende Welle muss binnen 50ms aus absoluter Stille entstehen. Jede Nervosität blockiert die Schwingung. | Weicher Zungenstoß („Doo“ statt hartem „Ta“). Unbedingt das B-Horn (T-0 / T-1) wählen für geringsten Blaswiderstand. | |
| Erlaubte Atemstellen | Erlaubt: Takt 2 nach der Auflösung der Haltenote am Phrasenende; Takt 4 vor dem Wiedereinsatz des Hauptgedankens | Verboten: Kein Atmen zwischen g1 und a1 in Takt 1 (zerbricht die impressionistische Linie); Niemals vor dem zarten Höhepunkts-Seufzer d2 absetzen | |
| Empfohlenes Setup | Tube: Das B-Horn ist Pflicht, um den Anblaswiderstand zu minimieren | Mouthpiece: Bequemer, leicht gerundeter Rand zur Entlastung der Lippenmuskulatur beim Leisespiel | |
Konzertmeister-Sicherheitsgriffe & Kiekser-Schutz
Unter extremem Probespiel-Druck neigen Standardgriffe zum Kiekser. Diese Sicherheitsgriffe nutzen tiefere Oberton-Kerben für absolute Treffsicherheit.
Exponierter pp-Ansatz aus der Stille in Takt 1. Kein Spielraum für Unsicherheiten.
Bb-0 wird im Pianissimo leicht kraftlos. Bb-1 erzeugt sanften Staudruck, der die zarte Lippenschwingung stabilisiert.
Klagender Seufzer-Höhepunkt in Takt 3. Verhindert das nervöse Hinaufziehen der Intonation.
Bb-12 liegt akustisch 14 Cent tiefer und kompensiert perfekt das nervöse Zubeißen der Lippen.
Atemführung & Phrasierungs-Landkarte
Die Jury achtet hinter dem Vorhang besonders auf bruchlose musikalische Linien. Hier sind erlaubte Mikro-Atemstellen und absolute Verbotszonen.
- ✓Takt 2 nach der Auflösung der Haltenote am Phrasenende
- ✓Takt 4 vor dem Wiedereinsatz des Hauptgedankens
- ✕Kein Atmen zwischen g1 und a1 in Takt 1 (zerbricht die impressionistische Linie)
- ✕Niemals vor dem zarten Höhepunkts-Seufzer d2 absetzen
„Federleichter Ansatz“: Mundstück nur hauchzart anlegen. Zunge formt ein flüsterndes „Doo“. Dem stetigen warmen Luftstrom vertrauen.
Historische Original-Transposition
Von Ravel ursprünglich für Horn in G notiert: EINEN GANZTON HÖHER SPIELEN (große Sekunde aufwärts, 2 Kreuze). Meist fertig in F transponiert verlegt.
Jeden Ton eine Sekunde höher lesen. Moderne F-Ausgaben direkt spielen.
Bewertungskriterien der Probespiel-Jury
Beim verdeckten Probespiel (hinter dem Vorhang) erkennt die Jury innerhalb von Sekunden die tonliche Souveränität:
- Federleichter, absolut treffsicherer pp-Ansatz
- Schwebender Luftstrom mit stabiler Lippenspannung
- Souveräne Transposition von Horn in G
- Typisch französischer, transparenter und melancholischer Klang
Kieks-Radar & Akustische Fehleranalyse
Takt 1 völlig exponierter pp dolce Einsatz auf g1
Kein Orchesterteppich zur Deckung. Die stehende Welle muss binnen 50ms aus absoluter Stille entstehen. Jede Nervosität blockiert die Schwingung.
Weicher Zungenstoß („Doo“ statt hartem „Ta“). Unbedingt das B-Horn (T-0 / T-1) wählen für geringsten Blaswiderstand.
Kostenloses PDF: Die 5 wichtigsten Probespielstellen & Grifftabelle
Inklusive Stopf-Kompensationstabelle, F/B-Umschaltlogik und Kiekser-Vermeidung. Jetzt kostenlos per E-Mail anfordern.
Nächste wichtige Probespielstelle
Zurück zur Probespiel-ÜbersichtSymphony No. 5 in E minor, Op. 64
Pyotr Ilyich Tchaikovsky • Mvt II: Andante cantabile, con alcuna licenza
Till Eulenspiegels lustige Streiche, Op. 28
Richard Strauss • Opening Horn Solo (Sehr lebhaft)